Inhalt

Eibisch

Symbol der Sanftmut und Heilsamkeit

Der Echte Eibisch wird auch weiße Malve genannt, weil er zu den Malvengewächsen zählt. Sein botanischer Name Althaea officinalis ist von „álthein“, dem griechischen Wort für „heilen“, abgeleitet – ein Beleg dafür, dass die Pflanze bereits im Altertum zu Heilzwecken verwendet wurde, und zwar zur Erweichung der Haut und der Schleimhäute.

Indem es verschleimend wirkt, ist das Pflanzenpräparat reizlindernd und entzündungshemmend. Diese Effekte nutzt die traditionelle Medizin zur Behandlung von Entzündungen und Erkrankungen der Atemwege, des Mund- und Rachenraumes, des Verdauungstraktes und der Haut.

Schon die traditionelle persische Medizin verwendete Eibisch zur Behandlung des seborrhoischen Ekzems, einer schuppenden Hautkrankheit mit erhöhter Talgbildung, die vornehmlich am Kopf und im Alter auftritt. Kindern hat man seit jeher Eibischwurzel zum Kauen gegeben, um die Schmerzen beim Zahnen zu lindern. Früher wurden die beliebten Marshmallows aus den Wurzeln hergestellt.

Eibisch
Eibisch

Eibisch

Wirkung

Die Inhaltsstoffe des Eibisches verfügen über folgende Wirkungen:

  • entzündungshemmend
  • wundheilungsfördernd
  • schleimhautschützend
Echter Eibisch
Eibisch

Eibisch

Inhaltsstoffe

Tabelle 1: Eibisch Inhaltsstoffe
Eibisch Inhaltsstoff Beschreibung
Schleimstoffe folgt
Arabinogalactane folgt
Galacturonane folgt
Pektine folgt
Stärke folgt
Mineralsalze folgt
Vitamin C folgt
Althaea officinalis
Eibisch

Eibisch

Anwendungsgebiete

Anerkannte Hauptindikationen von Eibisch

Innerliche Anwendung für Eibisch bei
Hals, Nasen, Ohren, Zähne
  • Entzündliche Veränderungen in Mund und Rachen
  • Reizungen der Rachenschleimhaut
Bronchien, Lunge
  • Trockener Reizhusten
Magen, Darm, Verdauung
  • Entzündungen der Magenschleimhaut (Gastritis)

Traditionelle Anwendungsbereiche von Eibisch

Innerlich:

  • Keuchhusten

Äußerlich:

  • Leichte Entzündungen der Haut und Schleimhaut
  • Erweichung von Wunden und Ekzemen
  • Seborrhoisches Ekzem (Schuppenbildung)
  • Zahnen bei Babys und Kleinkindern
Eibischwurzel
Eibisch

Eibisch

Anwendung

Eibisch Aufguss

Empfohlen wird ein Aufguss bei Reizhusten, Wunden, Ekzemen,
Entzündungen und Hämorrhoiden: 30 g Blüten und/oder Blätter in 1 l heißes Wasser geben. 15 Minuten ziehen lassen. Nicht kochen! Bei Reizhusten drei bis vier Tassen täglich trinken, zimmerwarm als Kompressen bei Wunden und Ekzemen anwenden oder zum Gurgeln bei Mund- und Rachenentzündungen.

In der traditionellen Medizin wird die wilde Malve auch zur Behandlung von Hämorrhoiden oder Entzündungen im Dammbereich zum Beispiel mit Waschungen, Kompressen oder Sitzbädern (20 Minuten, einmal täglich) behandelt.

Eibisch Tee

3 g (1 TL) trockene Eibischwurzel aus der Apotheke oder 2 g (1 ½ TL) getrocknete und zermahlene Blätter aus der Apotheke kalt auf 200 ml Wasser ansetzen, 30 Minuten abgedeckt einweichen lassen und anschließend abseihen. Zwei- bis dreimal täglich einnehmen.

Der Pflanzenauszug (Mazerat) kann bei Reizhusten, Entzündungen des Mund- und Rachenbereichs und bei leichter Magenschleimhautentzündung verwendet werden. Wichtig ist, darauf zu achten, dass nach der Einnahme von Eibisch 30 Minuten keine Speisen oder Getränke zu sich genommen werden. Die Pflanzeninhaltsstoffe sollten Zeit haben, ihre Wirkung am Ort der Beschwerde zu entfalten.

ACHTUNG: Tritt nach 1 Woche keine Besserung ein, bitte Rücksprache mit Ärztin/Arzt oder Therapeutin/Therapeut halten.

Hustensaft aus Eibisch

Hustensaft aus Eibisch kann erfolgreich gegen trockenen Reizhusten eingesetzt werden. Auch bei nächtlichem Reizhusten kann die Heilpflanze den störenden Hustenreiz lindern und fördert einen ruhigen und erholsamen Schlaf.

Dosierung Hustensaft: Kinder von 1 bis 3 Jahren dreimal täglich 3 ml, Kinder von 3 bis 6 Jahren viermal täglich 4 ml, Kinder von 6 bis 12 Jahren fünfmal täglich 5 ml. Ab 12 Jahren und Erwachsene drei- bis sechsmal täglich 10 ml.

ACHTUNG: Tritt nach 1 Woche keine Besserung ein, bitte Rücksprache mit Ärztin/Arzt oder Therapeutin/Therapeut halten.