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Aloe vera

Pflanze der Unsterblichkeit

Ewiges Leben, Schönheit und Unvergänglichkeit wurden der Aloe vera schon zu Zeiten von Cleopatra und Nofretete zugeschrieben, die diese Pflanze als Kosmetikum verwendeten. Um Tote auf dem Weg in die Unsterblichkeit „lebendig“ zu halten, wurden diese von den alten Ägyptern mit Aloe einbalsamiert.

Auf Tontafeln aus Nippur im alten Mesopotamien (2200 vor Christus) sowie in einem der ältesten Texte überhaupt, dem „Papyrus Eber“ (1550 vor Christus), wird bereits die entzündungshemmende Wirkung der Aloe-Pflanze beschrieben. Alexander der Große und Christoph Columbus benutzten Aloe zur Behandlung von Wunden und die indigene Urbevölkerung verwendete sie zur Abwehr von Insekten. Hildegard von Bingen und Paracelsus nutzen die Wirksamkeit der Heilpflanze als Zugpflaster bei Abszessen.

Aloe vera
Aloe

Aloe vera

Wirkung

Aloe vera wirkt in erster Linie abführend, hydrierend und wundheilend. Die bedeutendsten Wirkstoffe der Heilpflanze sind Anthrachinone und Aloverose.

Die Anthrachinone befinden sich im sogenannten Aloe-Latex, einem Sekret aus den Aloinzellen, die einen gelben Saft produzieren, und sorgen für die abführende Wirkung. Für die in der Naturheilkunde geschätzte gesundheitsfördernde sowie die kosmetische Wirkung hingegen ist vor allem die im Aloe-Gel befindliche Aloverose von Bedeutung.

Aloe-Zubereitungen aus der Blattrinde oder dem ganzen Blatt und insbesondere Aloeextrakt (Aloe extractum) wirken antiabsorptiv, das heißt sie hemmen die Wasserresorption im Dickdarm, und hydragog, dies wiederum bedeutet sie fördern die Wasserausscheidung von der Darmwand in den Darm. Dadurch entsteht die abführende oder laxierende Wirkung, die hauptsächlich von den enthaltenen Anthranoide (syn.: Anthrachinone) ausgeht. Bei der aloe Vera ist diese Substanz als Aloin definiert. Diese aktiven Anthrachinon-Inhaltsstoffe finden sich unter anderem auch in Sennesblättern oder in der Rhabarbawurzel, die ebenfalls als natürliches Abführmittel weit verbreitet sind.

Der Wirkstoff 1,8-Dihydroxyanthracen blockiert die Aufnahme von Wasser und Elektrolyten im Darm und steigert die Wasserabgabe und damit die Darmtätigkeit. Im Endeffekt beruht der Wirkmechanismus auf einer Verflüssigung des Stuhls – im Gegensatz zu anderen natürlichen Abführmitteln wie Leinsamen, deren Schleimstoffe im Darm aufquellen und dadurch die Darmbewegung (Peristaltik) fördern. Gleichwohl hat Aloe vera auch eine sogenannte neuromuskulotrope Wirkung, wodurch die Darmmotilität oder Bewegungsfähigkeit des Darmes angeregt wird. Die Wirkung von Aloe vera gegen Obstipation (Stuhlverstopfung) gilt als wissenschaftlich belegt.

Die Anthrachinone als Laxantien finden sich in der Blattrinde und in besonders hoher Konzentration im Aloe-Latex. Die Latexschicht besteht aus einer bitteren, gelben Flüssigkeit zwischen der Rindenhaut und dem Gel im Inneren des Aloe-Blattes. Aloe vera Gel, das ausschließlich aus dem gelartigen Blattkern, dem Aloe-”Filet” gewonnen wird, ist somit nicht als Abführmittel geeignet.

Das im Blattinneren befindliche Aloe vera Gel enthält Aloverose – eine Substanz die aus anderen Heilpflanzen auch als Acemannan bekannt ist. Acemannan ist ein zu den Heteroglykanen gehörendes Mucopolysaccharid. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um eine Verbindung aus einem langkettigen Zuckermolekül und einem Eiweißbaustein.

Acemannan hat vor allem eine immunmodulierende Wirkung und soll das Immunsystem stärken und aktivieren, in dem es die Immunantwort von T-Zellen und Lymphozyten verstärkt und die Anzahl der Monozyten erhöht. Daneben werden für Acemannan auch präbiotische Eigenschaften diskutiert, die ein saures Milieu schaffen, das Darmklima für gesunde Darmbakterien fördern und damit die Darmflora positiv unterstützen sollen.

Der Acemannan- oder Aloverose-Gehalt in Aloe vera Gel Produkten gilt als wertbestimmender Qualitätsfaktor. Je höher der Aloverose-Gehalt, desto hochwertiger ist das Produkt hinsichtlich der Wirksamkeit. Der Aloverose-Anteil ist sowohl von der Art des Anbaus und den zugrundeliegenden klimatischen Bedingungen als auch von der Art der Verarbeitung abhängig.

Aloe vera Gel aus dem inneren, farblosen Blattmark wird vor allem in der Dermatologie und Kosmetik sowie als Trink-Gel in der Ernährungsmedizin bzw. als gesundes Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Das reine Aloe Vera Gel enthält bis zu 99% Wasser und hat aufgrund der darin gelösten Heteropolysaccharide eine zähflüssige (visköse) Konsistenz. Beim Gel sollten der Anthranoid-Gehalt möglichst gering und der Aloverose-Gehalt möglichst hoch sein.

Die Inhaltsstoffe des reinen Aloe vera Gels verfügen über folgende Wirkungen:

  • Hautglättend
  • Hydrierend
  • Entzündungshemmend (antiphlogistisch)
  • Zusammenziehend (adstringierend)
  • Pilztötend (fungizid)
  • Virustötend (viruzid)
  • Antibakteriell
  • Bakteriostatisch

Die Wirkung des Aloe vera Pflanzensafts mit Latex ist:

  • Abführend (laxierend)
  • Sekretagog
  • Hydragog
  • Antiabsorbtiv
  • Immunmodulierend
  • Antientzündlich (antiinflammatorisch)
  • Schleimhautschützend
Achtung

Aloe vera Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Bei der Verwendung von Aloe vera als Heilpflanze sind folgende Nebenwirkungen möglich: Krämpfe im Magen-Darm-Bereich, Elektrolyverlust und Wirkverstärkung der Herzglykoside bei chronischem Missbrauch als Abführmittel (ganzes Blatt oder Gelprodukte mit Anthrachinonen / Aloinverunreinigungen), Wechselwirkung mit Antiarrhythmika, Verstärkung des Kaliumverlustes bei gleichzeitiger Diuretika-Einnahme.

Wir weisen dringend darauf hin, dass bei einer längeren Einnahme von Aloe vera ein Elektrolytverlust (vor allem Kaliummangel) hervorgerufen werden kann. Hieraus können kardiologische und neurologische Dysfunktionen sowie schwere Nierenentzündungen resultieren – insbesondere, wenn Herzmedikamente, Diuretika, Kortikosteroide oder Süssholzwurzel parallel eingenommen werden. Die Langzeiteinnahme von Aloe vera Präparaten muss ärztlich indiziert und labormässig kontrolliert werden.

Aloe vera Blüte
Aloe

Aloe vera

Inhaltsstoffe

Aloe vera enthält schätzungsweise bis zu 300 oder gar 400 Inhaltsstoffe und wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge etwa 75 potenziell aktive Bestandteile – von sekundären Pflanzenstoffen über Einfach- und Mehrfachzuckern bis hin zu Mikronährstoffen (Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen), Enzymen und Aminosäuren.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Echten Aloe sind das im Gelkörper, also im schleimigen Saft der Blätter, gebundene Wasser, das Aloin (1,8 Dihydroxyanthracen-Derivat) und das Acemannan.

Die 1,8 Dihydroxyanthracen-Derivate, auch Anthrachinone genannt, bestehen aus verschiedenen Stoffen. Die Hauptbestandteile sind Aloin A und Aloin B. Die Anthrachinone verfügen hauptsächlich über abführende Eigenschaften.

Der Inhaltsstoff Acemannan ist ein sogenanntes Proteglycan, also ein Eiweiß-Mehrfachzuckergemisch. Es wird bis zur Pubertät vom Menschen selbst gebildet, danach muss es zugeführt werden. Acemannan soll das Immunsystem, besonders die Fresszellen, Killerzellen, Antikörper und Botenstoffe aktivieren. Auf diesem Effekt baut die Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen auf. Acemannan zählt zu den Glucomannanen, denen als wertvoller Ballaststoff ein positiver Effekt auf die Darmgesundheit nachgesagt wird.

A-ha

D-Mannose

Einer der Hauptbestandteile der im Aloe vera Gel gelösten Mehrfachzucker ist Mannose. D-Mannose ist eine Zuckerart, verwandt mit der Glucose, welche im Körper kaum verstoffwechselt wird. Sie wird über den Urin ausgeschieden. Auf dem Weg in die Blase bindet sie Bakterien an sich. Deshalb wird D-Mannose in konzentrierter Form therapeutisch als Prophylaxe bei Blasenentzündung und Harnwegsinfekten verwendet. Besonders vorteilhaft ist, dass die Verwendung von D-Mannose keine Nebenwirkungen mit sich bringt.

Zu den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen gehören unter anderem noch Saponine, Lignine, pflanzliche Steroide mit antientzündlichen Eigenschaften, ätherische Öle und Phenolsäuren wie die Salicylsäure. Salicylsäure ist für seine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung bekannt und findet auch in der Kosmetik immer mehr Verwendung, etwa als Peeling oder in Produkten zur Behandlung unreiner Haut (Pickeln, Akne, Mitesser etc.).

In Aloe vera finden sich zahlreiche Vitamine. Die Aloe-Pflanze liefert die auch als Antioxidantien oder Radikalfänger bekannten Vitamin A, C und E sowie die B-Vitamine Folsäure und B12 sowie den früher auch als Vitamin B4 bezeichneten Stoff Cholin.

Aloe vera enthält die Mineralien Calcium, Chrom, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Selen und Zink.

Des Weiteren enthält Aloe vera verschiedene Enzyme wie Amylase, Lipase, Alkalische Phosphatase, Bradykinase, Cellulase, Carboxypeptidase und Peroxidase. Enzyme sind Eiweiße (Proteine), die biochemische Prozesse im Körper steuern bzw. beschleunigen.

Außerdem enthält das Aloe Gel 20 der 22 für den Menschen bedeutsamen Aminosäuren und sieben der acht essentiellen Aminosäuren. Letztere können vom menschlichen Organismus nicht selbst aufgebaut werden und müssen deshalb zugeführt werden.

Wie bei den meisten Heilpflanzen geht die Wirkung nicht von einer Einzelsubstanz aus, sondern von der Kombination der enthaltenen Inhaltsstoffe, wodurch ein Synergie-Effekt ihrer positiven Eigenschaften entsteht.

Tabelle 1: Aloe vera Inhaltsstoffe
Aloe vera Inhaltsstoff Beschreibung
Ca. 99% H2O Wasser
Pektinsäure Pflanzliche Polysaccharide (Vielfachzucker)
Aloverose (Acemannan: Glukosaminoglykane) Langkettiges Proteoglykan (Zuckermolekül), sorgt für Stabilität im Zellsystem
Polysaccharide (Glucomannane) Stärkeähnliche Substanzen aus verzweigten Kohlenhydratketten
D-Glucose Natürliches Kohlenhydrat in Pflanzen
D-Mannose Natürliche Hexose und Baustein zahlreicher Polysaccharide
Salicylate Derivate der Salicylsäure, hauptsächlich Salze und Ester
Aminosäuren Bausteine, aus denen Proteine aufgebaut sind
Amylase Enzym, das Polysaccharide spaltet und abbaut
Harz Mischung verschiedener chemischer Substanzen, insbesondere Harzsäuren
Bitterstoffe Chemische Verbindungen die einen bitteren Geschmack aufweisen
Aloe vera Heilpflanze
Aloe

Aloe vera

Anwendungsgebiete

Die Heilpflanze Aloe vera besticht durch ihre vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten. Aloe vera kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Aloe Präparate kommen als Heilmittel, als Lebensmittel wie auch als Kosmetikum zur Körperpflege zum Einsatz.

Sehr beliebt ist die äußerliche Anwendung bei Hautproblemen, da sie irritierte und trockene Haut beruhigt und kühlt. Den beruhigenden und kühlenden Effekt machen sich zum Beispiel After Sun Produkte mit Aloe vera zunutze. In der Naturheilkunde gibt es verschiedene dermatologische Indikationen, bei denen Aloe vera eingesetzt wird, zum Beispiel Wunden, Verbrennungen, strahlungsbedingte Hautschäden, Pickel oder Schuppenflechte.

Für die innere Anwendung ist der Saft der Heilpflanze medizinisch ausschließlich bei Verstopfung (Obstipation) indiziert. Präparate aus dem ganzen Blatt enthalten Aloin und sollten, wie alle stimulierenden, die Darmschleimhaut reizenden Abführmittel nicht länger als 14 Tage eingenommen werden.

Auch zur Nahrungsergänzung für die Zufuhr von Mikronährstoffen und anderen Vitalstoffen wie sekundären Pflanzenstoffen wird Aloe vera verwendet. Hierfür gibt es in der Apotheke oder im Reformhaus Aloe vera Saft, der ausschließlich aus dem Gel hergestellt wird. Bei Aloe vera Trinkgel ist es sinnvoll darauf zu achten, dass der Saft aus Bio Aloe vera Gel (ökologischer Anbau) produziert und das Produkt handverarbeitet, handfiltriert und Aloin-frei ist.

Anerkannte Hauptindikationen von Aloe vera

Die Echte Aloe hat eine abführende Wirkung und erweist sich innerlich angewendet als hilfreich bei Stuhlverstopfung. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Anwendung von Aloe vera nur bei Stuhlverstopfung anerkannt.

Innerliche Anwendung für Aloe vera bei
Magen, Darm, Verdauung
  • Verstopfung

Traditionelle Anwendungsbereiche von Aloe vera

Aus der Volksheilkunde sind unterschiedliche äußere Anwendungen bekannt. Dazu gehören unter anderem Verbrennungen, Wunden, kleine Verletzungen und entzündliche Hautveränderungen. Volksmedizinisch ist eine innere Anwendung bei entzündlichen Prozessen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches beschrieben.

Innerlich:

  • Schleimhautentzündungen
  • Zahnfleischentzündungen
  • Gingivitis
  • Parodontose
  • Aphten
  • Reizungen durch Candidapilze

Äußerlich:

  • Sonnnenbrand 1. und 2. Grades
  • Kleine Wunden
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Fettige Haut (Seborrhoe)
  • Trockene Haut
  • Pickel
  • Insektenstiche
  • Entzündliche Hautveränderungen
  • Hautpilze (unter dermatologischer Kontrolle)
  • Strahlendermatitis (Hautentzündung nach Brustbestrahlung)

Aloe vera bei Verstopfung

Innerlich ist der Saft der ganzen Aloe vera Pflanze medizinisch ausschließlich bei Verstopfung indiziert. Die Wirkung bei Obstipation ist klinisch belegt. Allerdings werden sogenannte Darmverstopfungen oftmals durch einen Mangel an Flüssigkeitszufuhr und Bewegung verursacht. Deshalb sollte nicht zu eilig zu Laxanzien, also Abführmitteln gegriffen, sondern zunächst mit viel Flüssigkeit (1,5 bis 2 l pro Tag) und körperlicher Aktivität gegengesteuert werden.

Bei vorübergehender Verstopfung kann ein aus der Apotheke erworbenes Aloe vera Präparat hilfreich sein. Die Dauer der Einnahme sollte mit einem Arzt oder einer heilkundigen Therapeutin abgestimmt werden. Das Laxans-Präparat aus dem ganzen Blatt sollte nicht länger als 14 Tage eingenommen werden. Die Blatthaut enthält eine hohe Konzentration an Aloin – bei Überdosierung oder längerfristiger Anwendung kann es bei der Einnahme von Aloin zu Vergiftungserscheinungen und schmerzhaften Durchfällen kommen.

In der Erfahrungsheilkunde wird die abführende Wirkung auch bei Erkrankungen verwendet, bei denen eine leichte Stuhlentleerung erwünscht ist, beispielsweise bei Analfissuren, Hämorrhoiden oder nach operativen Eingriffen.

Aloe vera bei Hauterkrankungen

Klinische Studien geben Hinweise auf die Wirkung von Aloe vera bei entzündlichen Hauterkrankungen. Die Echte Aloe hat eine wundheilende Wirkung, die auf den Inhaltsstoff Acemannan zurückzuführen ist. Eine Studie aus dem Jahr 2015 bestätigt die Beschleunigung des Zellwachstums und der Wundheilung durch Acemannan.

So erzielt Aloe vera gute Heilerfolge bei Schuppenflechte (Psoriasis) und entzündlichen Hautveränderungen wie beispielsweise auch Neurodermitis. Die Symptome wie Juckreiz und Entzündungen können gelindert und vorgebeugt werden. Antioxidative Effekte bieten zusätzlich eine Schutzwirkung auf die Haut.

Auch bei Rosacea, eine Hauterkrankung welche sich durch fleckige Rötungen und Schwellungen der Gesichtshaut äußert, und Couperose, wahrscheinlich ein Frühstadium von Rosacea, wird in der Volksheilkunde Aloe vera verwendet.  Die wundheilenden Eigenschaften der Echten Aloe unterstützen die Pflege der Haut und. Reizungen und Rötungen können gelindert werden und das Hautbild kann sich verbessern. Um die Haut nicht zusätzlich zu reizen, sollten Pflegeprodukte frei von Duftstoffen sein.

Aloe vera bei Wunden, Verbrennungen und Sonnenbrand

Bereits seit Jahrtausenden wird Aloe vera in der Volksmedizin zur Beschleunigung der Wundheilung erfolgreich eingesetzt. Auch in der Erfahrungsheilkunde hat sich die Anwendung von Aloe vera Gel aufgrund der wundheilenden Eigenschaften bei leichten Verletzungen, Wunden, Brandwunden und Sonnenbrand 1. bis 2. Grades bewährt.

Die Echte Aloe hat sich hier sozusagen als “Erste-Hilfe-Pflanze” für Verbrennungen und kleine Wunden etabliert. Denn sie wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend, antimikrobiell und beruhigt die gereizte Haut. Dabei sollte stets darauf geachtet werden, das Gel möglichst pur, ohne Duftstoffe, Parfüme, Silikone oder ähnliches, zu verwenden. Bei After Sun Produkten mit Aloe vera lohnt sich stets der Blick auf die Inhaltsstoffe (INCI-Liste).

Aloe vera bei Insektenstichen

Bei Insektenstichen kommt es in der Haut zu einer allergischen Reaktion des Körpers auf den Speichel des Insekts. Diese löst den unangenehmen Juckreiz aus. Genau wie Teebaumöl ist Aloe vera ist ein ausgezeichnetes pflanzliches Mittel als Sofortmaßnahme bei Mückenstichen und Co., da der Pflanzensaft entzündungshemmend und antibiotisch wirkt. Wenn das Gel auf dem Stich einwirkt, entsteht ein angenehm kühlender und Juckreiz lindernder Effekt. Gegen das Jucken kann alternativ auch Lavendelöl ein hilfreiches pflanzliches Mittel sein.

Aloe vera bei Herpes

Auch bei Herpes genitalis findet Aloe vera in der Erfahrungsheilkunde Anwendung, denn sie lässt den Herpes schneller abheilen. Laut einer Studie reduzierte sich durch die Anwendung einer Creme mit Aloe vera Extrakt die Dauer des Genitalherpes von 14 auf ca. 5 Tage.  In Zellkulturen zeigt Aloe vera Gel einen antiviralen Effekt gegen Herpes-Viren.

Aloe vera bei Zahnfleischentzündung

Die wundheilende Wirkung der Aloe vera wird in der Volksmedizin auch bei Entzündungen im Mund, wie Zahnfleischentzündungen verwendet. Die echte Aloe wirkt vorsorgend bei Schleimhautentzündungen, Aphten oder bei beginnenden Entzündungen im Mandel-/Rachenraum. Auch eine Aloe-Zahncreme, tut gut, etwa zur Regeneration der Mundschleimhaut und antibakteriellen, antiviralen Behandlung des Zahnfleisches (Gingivitis) und Parodontose.

Gerade bei der inneren Anwendung ist es essentiell, dass die Aloe vera Produkte durch medizinisch anerkannte Labore analysiert worden sind. Nur so kann der Verbraucher erkennen ob das Produkt Aloin-frei beziehungsweise Anchetonin-frei ist.Das entsprechende Zertifikat muss als Stempel auf Präparaten sichtbar gemacht werden.

Aloe vera bei Magen-Darm-Beschwerden

In der Volksmedizin wird der Aloe vera Saft bei Verdauungsbeschwerden, Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüren angewendet. Der im Aloe vera enthaltene Inhaltsstoff Acemannansoll die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen aus dem Darm optimieren. Die positive Wirkung der Heilpflanze bei Beschwerden im Magen-Darm-Bereich konnte bisher nicht durch klinische Studien unterstützt werden. Allerdings weist eine klinische Studie direkt auf die Linderung bei Refluxbeschwerden durch aloinfreies Aloe vera hin. Ebenso nimmt man eine leichte Wirkung bei Reizdarm und Entzündungen im Dickdarm an.

Achtung: Vorsicht bei chronischen Darmerkrankungen, Morbus Crohn, Colitis ulzerosa und Darmverschluss (Ileus).

Aloe vera bei Pilzinfektionen (Mykosen)

Zu dem Anwendungsspektrum der Aloe vera in der Volksmedizin gehören auch Pilzinfektionen. Die pilztötenden Wirkstoffe der Heilpflanze kommen in der Naturheilkunde auch bei einem Befall mit Candida zum Einsatz. Die Wirksamkeit der Anwendung von Aloe vera bei Mykosen ist bisher nicht durch klinische Daten gesichert.

Aloe vera bei Akne und Pickeln

Die Wirkung von Aloe vera bei Akne und Rosacea ist zwar nicht nachgewiesen, doch in der Volksheilkunde hat sich die Anwendung des antimikrobiellen Gels als wirksam bei Akne erwiesen. Aloe vera ist als natürliches Mittel gegen Akne weit verbreitet. Es beruhigt die Haut, kühlt und desinfiziert leicht.Dank antibakterieller und talgregulierender Inhaltsstoffe kann die Heilpflanze bei Pickeln und Hautunreinheiten durchaus sinnvoll sein.

Auch die adstringierende Wirkung des Aloe-Gels kommt bei bei Pickeln, Komedogenen und Talgablagerungen zum Tragen. Der pH-Wert der Haut und die Talgproduktion werden reguliert. Bei entzündlicher Akne ist die entzündungshemmende und reizlindernde Wirkung von Vorteil. Mit ihren heilenden Eigenschaften fördert die Heilpflanze zum dem die Regeneration der Haut. Somit ist Aloe vera ein ausgezeichnetes pflanzliches Mittel bei Akne.

Aloe vera bei Narben

Aloe vera nährt bei Narben ist nicht belegt. Das Aloe vera Gel aktiviert die Fibroblasten und fördert so die Wundheilung. Es hemmt die Entzündungsparameter Prostaglandin, Histamin und Bradykinin. Entzündete Wunden erhöhen die Wahrscheinlichkeit auffälliger Narben, da das Aloe vera Gel wundheilend wirkt kann es womöglich vorbeugend auch das Erscheinungsbild von Narben beeinflussen.

Aloe vera bei Falten

Das nährstoffreiche Gel der Aloe vera wirkt zellerneuernd und pflegt trockene und rissige Haut. Die hydrierenden und hautglättenden Wirkstoffe können die Haut jünger erscheinen lassen und so Falten mindern. Es gibt jedoch keine Studie die eine Heilwirkung bei Falten belegt.

Aloe vera bei Diabetes (metabolisches Syndrom)

In der Volksmedizin werden für die innere Anwendung von Aloe vera unter anderem Indikationen wie Diabetes Mellitus und die der Blutzuckerregulation angegeben. Diese Annahmen wurden durch neuere wissenschaftliche Studien nachvollzogen. Es bestehen jedoch noch keine ausreichenden klinischen Belege für diese Indikation.

Aloe vera bei erhöhtem Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie)

Auch bei Hypercholesterinämie findet Aloe vera in der Volksheilkunde Anwendung. Immer mehr Studien weisen ebenfalls auf eine positive Wirkungsweise bei der Senkung von Cholesterinwerten hin.

Aloe vera in der Kosmetik

Die hydrierende Wirkung der nährstoffreichen Aloe vera wird gerne in der Kosmetik zur Behandlung der Haut eingesetzt. Die feuchtigkeitsspendende Wirkung von Aloe vera Kosmetik macht sich nicht nur die Naturkosmetik zunutze. So findet die Anwendung zu kosmetischen Zwecken in pharmazeutischen Handbüchern und traditionellen Medizinsystemen Erwähnung.

Die wertvollen Vitamine, Nährstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente, haben eine positive Wirkung auf Haut und Haar. Aloe-Produkte versorgen die Haut reichhaltig mit Feuchtigkeit und lassen die Haare glänzen. Die Haarstruktur wird durch Aloe geglättet, deshalb lassen sich die Haare nach der Anwendung besser kämmen. Da auch die Kopfhaut reichhaltig gepflegt und mit Feuchtigkeit versorgt wird, können die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze womöglich Probleme wie Juckreiz, Schuppen und Haarausfall vorbeugen (nicht bei erblich bedingtem Haarausfall).

Aloe vera für Hunde und Katzen

Aloe vera findet auch Anwendung bei Tieren. Die Tiernaturheilkunde indiziert das Aloe vera Gel äußerlich bei Ekzemen und Narbenbehandlung bei Pferden, Hunden und Katzen. Der Aloe vera Saft wird zur Auswaschung von Wunden empfohlen. Bei der inneren Anwendung ist große Vorsicht geboten, eine Gabe über mehr als zwei Wochen kann zu Störungen der Muskel- und Herzfunktionen, Darmreizungen und Elektrolytverlust führen.

Aloe vera Blatt
Aloe

Aloe vera

Anwendung

Aloe vera wird im täglichen Hausgebrauch gerne als Gel, bei Verbrennungen und kleinen Wunden verwendet. Der Aloe vera Saft ist ebenfalls beliebt. Nicht so bekannt ist die Anwendung von Aloe vera Tinktur, bei Hautirritationen und zur Anwendung im Mundraum.

In der Kosmetik findet man Aloe vera in Cremes, Ölen, Sonnenschutz, Hautlotionen, Gesichtsmasken, Shampoos und in Mund- und Zahnpflegeprodukten.

Vorsicht: Bei der inneren Anwendung sollte der Verbraucher auf entsprechende Zertifizierungen anerkannter Laboratorien mit Nachweisen über den Aloin Gehalt achten. Aloin wirkt stark abführend und kann bei Langzeiteinnahme zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.

Aloe vera Saft

Der Aloe-Direktsaft kann bei akuter und vorübergehender Verstopfung helfen. Es handelt sich um einen eingedickten Aloe-Saft, ohne Zusätze, aus den Blättern der Aloe vera, aufgrund des Wirkstoffes 1,8 Dihydrohxyanthracen wirkt dieser abführend. Der Wirkstoff blockiert die Aufnahme von Wasser und Elektrolyten im Darm und steigert so die Wasserabgabe über den Darm und die Darmtätigkeit.

Die Wirkung erfolgt 6-12 Stunden nach der Einnahme. Die Tagesdosis sollte 50-150 ml betragen, also bis zu dreimal täglich 25-50 ml. Der Aloingehalt darf 10-30 mg pro Tag nicht überschreiten. Bitte lesen Sie die Packungsbeilage und versuchen Sie eine möglichst niedrige Dosis anzuwenden.

Achtung: Nicht länger als 14 Tage innerlich anwenden.

Aloe vera Kapseln / Kräutertabletten mit Trockenextrakt

Als Alternative zu dem Saft kann bei Verstopfung auch Aloe vera als Trockenextrakt eingenommen werden. Das Trockenextrakt der Aloe vera ist als Tablette oder Kapsel erhältlich. Pro Tablette/Kapsel sollte 41,25-52,5 mg Aloe-Trockenextrakt enthalten sein. Die Einnahme sollte maximal 1-2 Tabletten betragen und vorzugsweise am Abend erfolgen (entsprechend der Angabe des Herstellers).

Achtung: Nicht länger als 14 Tage innerlich anwenden.

Aloe vera Gel

Das Gel der Echten Aloe lindert bei Sonnenbrand 1. und 2. Grades oder Insektenstichen das Spannungsgefühl der Haut. Das reichhaltige Gel kühlt, spendet Feuchtigkeit und wirkt auf geschädigte Haut entzündungshemmend. Es kann ebenso bei entzündlichen Hautveränderungen, Schuppenflechte (Psoriasis), gesteigertem Talgfluss (Seborrhoe)und Hämorrhoiden angewendet werden. Aloe vera Gel versorgt rissige, trockene Haut und Schleimhaut mit Feuchtigkeit und die entzündungshemmenden, antimikrobiellen und wundheilenden Eigenschaften beugen einer Infektion vor.

Das Aloe-Gel kann mehrmals täglich auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. Der kühlende Effekt des Gels verstärkt sich, wenn das Gel im Kühlschrank aufbewahrt wird. Dies ist insbesondere bei Verbrennungen empfehlenswert.

Aloe vera Blatt

Blätter aus sicheren Quellen und kontrolliertem biologischen Anbau sollten zur Kosmetik und für oben beschriebene Hautirritationen genutzt werden. Die Qualitätsunterschiede sind enorm, je nach Bodenbeschaffenheit, Anbauweise, Pestizideinsatz und Düngung. Die frischen Aloe Blätter sollten für die direkte Verwendung in Scheiben geschnitten und filetiert werden. Damit kann die Haut vorsichtig bestrichen und mit dem frischem Gel benetzt werden. Die frische Aloe vera sollte man ausschließlich für die äußere Anwendung verwenden.

Achtung: Wenn Sie ein frisches Aloe vera-Blatt abschneiden, warten Sie, bis der gelbe Saft (Aloin) „ausblutet“, bevor Sie das Blatt verarbeiten. Anschließend bitte das Filet großzügig vom Blatt trennen.

Aloe vera Creme

Aloe Cremes werden aus dem Aloe vera Saft zubereitet. Dieser wird mit Fett und anderen Wirkstoffen sowie Emulgatoren pastös gemacht. Die Creme kann bei Ekzemen, Rissen und Schrunden helfen und bietet sich auch nach der Rasur an. Sie sollte allerdings nicht auf offene Wunden aufgetragen werden, da sich unter der Cremeschicht Keime vermehren könnten.

Aloe vera Sonnenschutz

Aloe vera-Extrakte in Sonnenschutzmitteln wirken wasserabweisend und sind ökologisch viel wertvoller als synthetische Beimischungen. Aloe vera Lotion oder Gel ist ein wunderbar beruhigendes und regenerierendes After-Sun Präparat. Bei Sonnenbrand 1. und 2. Grades verschafft das Gel Linderung und lässt die Verbrennung schneller abheilen.

Aloe

Aloe vera

Botanische Infos

Aloe barbadensis Miller ist ein Synonym für die Aloe vera-Kulturen, die aus dem karibischen Raum stammen. Der Name bezieht sich auf die Insel Barbados und auf den Namen des Entdeckers der Pflanze: Miller. Sie ist die bekannteste unter den unzähligen Aloe-Arten und auch medizinisch die Bedeutsamste.

Pharmazeutisch relevant ist auch die Aloe ferox, die in Süd- und Ostafrika zu Hause ist und nun in Kapland kultiviert wird. Sie wird deshalb botanisch auch als Aloe capensis bezeichnet.

Die Qualität der Pflanzen unterscheidet sich unter anderem durch Klima, Bodenbeschaffenheit, Düngung oder Pestizideinsatz. Der Bezug von Produkten aus sicheren, naturbelassenen und überprüfbaren Quellen ist für den Verbraucher wesentlich. Wir empfehlen Präparate aus der Apotheke oder die Verwendung von Bio-Aloe.

Die Echte Aloe gehört zur Gattung der Aloen in der Unterfamilie der Affodillengewächse (Asphodelaceae). Es handelt sich also um ein Liliengewächs, deshalb wird sie auch als „Wüstenlilie“ bezeichnet. Denn die hitzebeständige Pflanze wächst auch in trockenen Regionen sehr gut.

Die Aloe Barbensis kann bis zu drei Meter groß werden und ist in der Regel nicht verzweigt. Der kurze Stamm ist bis unten mit vertrockneten Blättern verdeckt. Die dickfleischigen, mattgrünen Blätter werden bis zu einem Meter lang und in etwa 15 Zentimeter dick und haben eine glatte Oberfläche. Sie sind rosettig am Stamm angeordnet. Der leicht rosafarbene Blattrand ist alle 10 bis 20 Milimeter mit 2 Millimeter langen scharfen Stacheln bestückt.

Die Aloe barbensis hat einen einfachen 60 bis 90 Zentimeter hohen Blütenstand, manchmal verzweigt sich dieser ein- bis zweimal. Sie präsentiert gelbe Blüten, die leicht bauchig erscheinen. Die Staubblätter und der Griffel ragen 3 bis 5 Millimeter aus der Blüte heraus.

Aloe

Aloe vera

Studien und Wissenschaft

Aloe vera findet große Beachtung in Wissenschaft und Forschung. Die wissenschaftlichen Quellen sind zahlreich. Laborstudien, klinische Studien und Untersuchungen an Tieren werden seit langer Zeit durchgeführt.

Die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Aloe vera und die volksmedizinischen Erkenntnisse inspirieren Wissenschaftler weltweit. Dies führte auch zu wichtigen neuen Erkenntnissen wie zum Beispiel die Anwendungsmöglichkeiten bei Fettstoffwechselstörungen, Arteriosklerose oder Diabetes. Diese Erkenntnisse sind jedoch nicht endgültig abgesichert und haben daher keinen Routineeinsatz in der Schulmedizin gefunden.

Hier finden Sie einen groben Überblick über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Einschätzung von unterschiedlichen renommierten Institutionen.

  • Die Kommission E gibt zur Aloe als medizinische Indikation ausschließlich Obstipation an. Eine kurzzeitige Anwendung bei Obstipation empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO für den Aloe vera Saft. Die Wirksamkeit dieser Anwendung ist durch klinische Daten gesichert.
  • Volksmedizinische Anwendungen des Saftes, die bisher nicht endgültig durch klinische Daten unterstützt werden, sind laut WHO die Seborrhoe, Magen- und Zwölfingerdarm-Geschwüre, Tuberkulose, Mykose und erhöhter Blutzucker.
  • In pharmazeutischen Handbüchern und traditionellen Medizinsystemen finden sich laut WHO Indikationen zur Anwendung des Aloe vera Gels bei Hautirritationen und Verbrennungen ersten und sogar zweiten Grades. Auch die Anwendungen zu kosmetischen Zwecken. Das Gel hat eine hydrierende Funktion in Kosmetikprodukten.
  • Volksmedizinisch beschriebene Anwendungsfelder sind laut WHO die Akne, Hämorrhoiden, Psoriasis, Anämie, Glaukom, kleine Geschwüre (auf der Haut), Tuberkulose, Blindheit, Seborrhoe und Pilzinfektionen.
  • HMPC gibt die Obstipation als etabliertes Anwendungsfeld an. Die Substanz sollte allerdings nicht länger als zwei Wochen lang eingenommen werden.
  • Auch in der European Pharmacopoeia ist Aloe barbadensis und ihr Extrakt aufgeführt.
  • Immer mehr Studien weisen auf die antioxidative, probiotische, kardioprotektive, antidiabetogene, antivirale und antitumoröse Wirkungen hin. Ebenso gibt es in Bezug der Aufnahme von Vitamin B12 und Reduzierung der Cholesterinwerte positive Wirkungshinweise.
  • Wissenschaftlich profunde Erkenntnisse gibt es bei der Srahlendermatitis z.B. Strahlendermatitis nach Brustkrebsbestrahlungen.
  • Auch immunstimulierende Eigenschaften werden in der Wissensschaft beschrieben, sind aber noch nicht ausreichend belegt.

Grundsätzlich und ganz besonders ist die Aloe vera eine Pflanze für die Verhinderung beziehungsweise die Prävention von Erkrankungen bzw. Wiedererkrankungen. Dieser Blickwinkel wird und wurde bisher in wissenschaftlichen Studien meist ausgeblendet. Vermutlich, weil die heutige Medizin nicht präventiv, sondern therapeutisch aufgestellt ist. Wie man aber unschwer nach kosmetischen Behandlungen der Haut sehen kann, greift die Aloe tief in die Regulationsprozesse ein. Sie lässt in diesem Fall die Haut weniger „altern“ und wirkt regenerativ im orchestralen Zusammenspiel der Einzelkomponenten der Pflanze. Spätere Erkrankungen können so verhindert werden. Ein wesentlicher Aspekt zukünftiger Forschung.